lebend.maske.Cut (2)!

- Autor
- Christian Katt
- Jahr
- 2015
- Ausgabe
- softcover
- Seiten
- 340
- ISBN
- 978-3-901519-33-8
- Preis
- € 33,00
(reworked vintage, 1987 – 2012)
lyrische texte bilder und notate
unser kleiner verlag in Graz hat sich schon seit längerem dafür engagiert, die in eine zukunft weisenden arbeiten – seien sie texte, fotos, bilder oder poetische anordnungen von Christian Katt – einem interessierten lesepublikum in vom autor bis in den letzten beistrich kontrollierten ausgaben zugänglich zu machen. deshalb sind wir ganz besonders stolz darauf, dass Christian uns diesen neuen umfangreichen band zur herausgabe anvertraut hat.
wir sind davon tief überzeugt, dass Katt nicht nur die entwicklung des modernen poetischen ausdruckes auf seine weise mitgestaltet hat, sondern dass mit diesem umfangreichen band ein ganz wesentlicher beitrag zur literatur der mitte des zweiten jahrzehnts des 21. Jhdts. erschienen ist.
Jeder, jedem der sich den texten in diesem buch öffnet, wird sich die begehung vieler anderer welten erschliessen, deren existenz ihr, ihm vielleicht bisher unbekannt war.
Für den Verlag Hermann J. Hendrich
Christian Katt, geboren 1960 in Wien, ist ähnlich wie Ludwig Laher, ein Meister der Beobachtung. In seinem 332 Seiten starken Buch lebend.maske. Cut (2)!, dem zweiten voninsgesamt drei Lyrikbänden, versammelt der Autor lyrische Texte, Bilder und Notate aus den Jahren 1987-2012. Von Begegnungen ist da die Rede, von Erfahrungen und Brüchigkeiten, die sich in der Sprache selbst spiegeln, im Gegenüber oder auf Reisen. Präzise Beobachtungsskizzen und Reflexionsmomente sind Ausgangspunkt für verdichtete Textminiaturen, wie zum Beispiel: „die leserin im zugabteil schweigt mir ins nichtgesprochene Wort“ (S.7) oder „nicht mehr in wärme sich zitternd/ kein lidschluss gelingt ihm offenen auges“(S.80). Katts gesellschaftskrische Motive fördern Komposita zutage, wie „Konkurrenzvernichtungsvorbereitungsvoraussetzungen“, und „fließbandspekulationen in weltenräume verschossene vorgefertigte visionen“, lassen Konsumkritik nicht außen vor. Seine Arbeitsweise wirkt asketisch. Die Texte sind extrem verdichtet, auf das Wichtigste reduziert und pointiert. Das spürt der Leser in Gedichten, wie z.B. zeit abzutreten aber was/ doch ist da noch einiges ins reinere ungetrübtere zu bringen (…). Der Lyriker verwendet durchweg Kleinschreibung, rückt Wörter und Zeilen an ihren jeweils passenden Ort. 2002 war der Autor Dozent an der Schule für Dichtung Wien ( www.sfd.at), betreute dort die online-Klasse. Christian Katts Sprachminiaturen lassen sich nicht mühelos konsumieren, erschließen sich durch genauer durch Zweit-oder Drittlektüre. Der skeptische Grundton der Gedichte lädt zum Verweilen ein und belohnt am Ende: „Unter dem alten baum schlagen wir neue wurzeln“. Eingefügte Bilder und Fotos ergänzen die Texte idealerweise.
